GARAGE OST heute

HEUTE

... ist die GARAGE OST ein lebendiger Kulturraum im Leipziger Osten – ständig in Bewegung und Entwicklung sowie Heimat für Musik, Kunst und Gemeinschaft.

Ausbau 2022

2022

Zu DDR-Zeiten durchlief die nun leerstehende Autowerkstatt einen langen Verfallsprozess. Anfang der 2010er entschied die Stadt Leipzig schließlich, einen weiteren Teil abzureißen, um die benachbarte Sporthalle zu errichten, und das Gebäude zu verkaufen. Während der Pandemie begann daraufhin der Ausbau des Gebäudes mit dem Ziel, einen neuen Ort der Begegnung zu schaffen, der im Jahr 2022 eingeweiht werden durfte.

Gebäudezustand 1967

1967

Wie es zu dem heutigen Zustand des Gebäudes kommt, geht aus der Beschreibung des Gebäudezustandes der Stadt Leipzig hervor, die 2009 im Rahmen der Gebäudesanierung erstellt wurde. Darin heißt es: "Das ursprünglich 4-geschossige Gebäude mit 3 Vollgeschossen und einem ausgebautem Dachgeschoß ist 1967 bis ca. 1,0 m oberhalb Decke dem 1. OG abgebrochen (...) worden. (...) In jedem Fall ist das Gebäude kurzfristig substanzerhaltend und vandalismusfest zu sanieren."
Heute steht der Klinkerbau unter Denkmalschutz.

Karl Wirth Automobile 1928

1928

Nachdem Kaufmann Karl Jurisch 1924 sein unternehmerisches Glück mit seiner Holzbearbeitungsmaschinenfabrik versucht und scheitert, zieht der vorerst letzte Unternehmer mit seiner Autowerkstatt Karl Wirth - Automobile in das Gebäude ein. Er nutzt das noch dreistöckige Gebäude für Arbeitsräume, Maschinenräume und die Autowerkstatt, in der er bis 1975 Autos der Marke Chevrolet und Opel repariert.

J. G. Schöne & Sohn 1917

1917

Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs dient das Fabrikgebäude – noch unter dem Namen J. G. Schöne & Sohn – dem Maschinen- und Lokomobilbau sowie als Eisengießerei. Das Unternehmen übersteht den Ersten Weltkrieg letztlich nicht und wird 1920 endgültig von Amts wegen als geschlossen erklärt.
(Bild: Kapp-Putsch 1920 auf der Eisi – am linken Bildrand das Gebäude der heutigen Garage Ost)

Erweiterung 1890

1890

Durch eine erneute Gebäudeerweiterung um einen östlich ausgerichteten Anbau, bekommt das Gebäude die noch heute erhaltene Ecklage. Im 1892 veröffentlichen Buch Die Groß-Industrie des Königreichs Sachsen heißt es: ,,Die Firma beschäftigt gegenwärtig ca. 200 Arbeiter; ihre Werkstätten werden durch Dampfmaschinen in Betrieb gesetzt, welche bei ca. 100 m² Heizfläche die Gesamtzahl von ca. 60 Pferdekräften repräsentieren."

Samuel Ernst Schöne 1870

1870

Nach der Erweiterung der Fabrik auf drei Stockwerke übernimmt Sohn Samuel Ernst Schöne das Unternehmen. Er beschäftigt 110 Angestellte und verfügt mit seiner 30-PS-Dampfmaschine mutmaßlich über die meisten Pferdestärken in Leipzig. Dieser Ruf bleibt ihm jedoch nicht lang erhalten: Nach seinem Tod im Jahr 1875 übernimmt seine Frau Agnes Pauline, verwitwete Schöne, geborene Schöne, die Geschäftsführung.

Johann Gottfried Schöne 1859

1859

Großunternehmer Johann Gottfried Schöne ist Trendsetter und hat den Kapitalismus schon im Blut. So kauft er Fritzschs Firmenanteile ab, um den Bedarf an Maschinen für seine Hosenträgerfabrik decken zu können. Nachdem 1862 auch Großer aus dem Unternehmen aussteigt, wird die Maschinenbaufabrik unter dem Namen J. G. Schöne & Sohn weitergeführt.

Gründung 1856

1856

Im Betrieb des Maschinenbauers F. M. Fritzsch läuft es wie geschmiert. Kaffee ist inzwischen ein Volksgetränk, und in Leipzig sind Fritzschs Röstmaschinen voll im Hype. Also entschließt er sich, in Neuschönefeld zu expandieren, und erwirbt an der Kirchstraße Ecke Konradstraße (heute Hermann-Liebmann-Straße Ecke Konradstraße) ein Grundstück. Im Januar 1857 lässt er dann gemeinsam mit seinem Teilhaber Carl August Großer das Gebäude der gemeinsamen Fabrik errichten.